Sunburn

Ja, Sonnenbrand wird tatsächlich so simpel übersetzt im Englischen. Und genau das Wort ist im Moment in aller Munde. Der Grund war frühsommerliches Wetter am Wochenende. Temperaturen um die zwanzig Grad und strahlender Sonnenschein haben dazu geführt, dass die Engländer sich wie verrückt die Kleider vom Leib gerissen haben und sich in die Sonne gefletzt haben. Eigentlich mache ich mich auch immer über die Engländer lustig, die ohne Sonnencreme bei starker Sonneneinstrahlung sich sofort einen Sonnenbrand holen. Ab Sonntag ist mir ehrlich gesagt dieser Humor etwas vergangen. So hatte ich doch nach einer schönen Bootstour auf der Themse am Samstag ein schönes rotes Gesicht mit klarem Sonnenbrand, vor allem rund um die Nase. Meine Arbeitskollegen meinten am Montag nur, dass ich tatsächlich noch zum echten Engländer werde, wenn ich so weiter mache. Keine Angst, ich werde mich noch dagegen wehren und nicht bei 16 Grad in Flip Flops und Muskelshirt in die Stadt laufen oder mich im Park auf dem Rasen wälzen.

Hier noch zwei Eindrück der letzten Woche:

Das ist der neue Ausblick aus meinem neuen Büro in Hammersmith. Aufgrund von Platzmangel im Büro in Twickenham wurde ich zusammen mit ein paar Kollegen kurzerhand in ein anderes Büro in Hammersmith „abgeschoben“. Das heißt, dass ich nur noch in einem Büro mit sechs statt ca. 40 Personen sitze, eine schöne Aussicht habe, wesentlich zentraler arbeite und viele wichtige Leute treffe, da der Standort mehr oder weniger die zentrale meiner Firma in UK ist. Der Arbeitsweg ist auch ungefähr gleich und es dauert ca. 20-30 Minuten um mit dem Bus dorthin zu gelangen. Auf dem Bild sieht man die Aussicht Richtung Norden und wer genau hinguckt, kann das Wembley Stadion erkennen. Diese kurzfristige Umsiedlung ist ein typisches Beispiel für englische Gewohnheiten. In Deutschland wäre der ganzen Sache eine wochenlange Planungsphase voraus gegangen mit vielen Beschwerden von Mitarbeitern und etlichen „Umzugsproblemen“. Ich habe davon zwei Tage vorher erfahren, meine Sachen (ein extra für mich angefertigter Bürostuhl und ein zweiter Monitor) werden natürlich nicht umgezogen und einen festen Sitzplatz im neuen Büro habe ich auch nicht. Das mit dem Sitzplatz ist aber so üblich, man sitzt mal hier und mal dort. Das hat Nachteile wenn man mal einen schlechten Platz erwischt, hat aber auch Vorteile wenn man sich zu den Kollegen setzt mit denen man eh eng zusammen arbeitet.

Dieses Bild habe ich am Samstag gemacht im Greenwich Park. Ich stehe da genau auf dem Null-Meridian und der Blick geht Richtung Norden auf das neue Bankenviertel in den Docklands. Die Wolkenkratzer gehören alle zu namhaften Banken wie HSBC, Credit Suisse oder Barclays. Aber einer von denen ist komplett leer und gehörte mal einer Art Bank Namens Lehmann Brothers…

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s