Tube strike – snow

Die Pendler in London hat es in den letzten Tag hart erwischt. Erst gab es mal wieder einen Streik der U-Bahnahrer und dann war es heute soweit, es hat geschneit.

Seit Tagen wurde es vorhergesagt, alle haben darauf gewartet und heute morgen als ich aufgestanden bin war es dann soweit es rieselten Flocken vom Himmel. Der erste Blick nach unten auf den Boden war aber ernüchternt, es blieb so gut wie nix liegen. Kurze Zeit später als ich dann auf dem Weg zu arbeit war ist mir aufgefallen, dass der Schnee scheinbar üblicherweise auf den Gehwegen liegen bleibt und nicht auf den Wiesen und Bäumen. In Deutschland ist das eigentlich immer anders herum. Schnell habe ich dann aber bemerkt, dass da kein Schnee auf den Gehwegen lag sondern Tonnen von Salz… Und da wären wir dann bei der berühmten „Health and Safety Policy“. Die Engländer sind geradzu verrückt nach Sicherheitsvorkehrungen, dass ja niemandem etwas zustößt. Heute hat man es daran gemerkt, dass Unmengen von Salz überall verteilt wurden, obwohl man nach glatten Stellen suchen musste. Letzte Woche hatte ich ein ähnliches Erlebnis, als ich bei einem Kunden war und vor dem eigentlichen Meeting ganze 5 Minuten erklärt wurde wo der nächste Notausgang ist, wie der Feuerlöscher zu bedienen ist, wo die Löschdecke ist, wo der Defibrilator ist und aus welchem Lautsprecher die Durchsagen kommen bei irgendeinem Vorfall. Für mich war das schon etwas lächerlich, so dass ich mich echt zusammenreißen musste um nicht loszulachen. Naja andere Länder andere Sitten…

Am Ende des Tages lässt sich auf jeden Fall festhalten, dass ca. 1 cm Schnee liegen, da es auch tagsüber noch geschneit hat und es allerdings keinerlei Beeinträchtigungen im Straßenverkehr gab. (anders als in anderen Regionen Englands wo das Winterwetter tatsächlich an das deutsche heran kommt)

Vielmehr hat mich dagegen am Montag morgen der Tube Strike getroffen. Ich musste jemanden um 6h zum Flughafen Heathrow bringen und das war gar nicht so einfach. Da ich wusste, dass es einen Streik geben wird, bin ich schon um 5:40h aufgestanden, um zu gucken ob es wirklich Probleme gibt oder ob es nur ein paar ausgefallene Züge wie letztes Mal sind. Also noch halb am schlafen an den Laptop gesetzt, im Internet geguckt und zack, da war ich helwach. Die Piccadilly Line, die einzige Verbindung zum Flughafen von mir aus war komplett ausgefallen… Sofort habe ich mir dann eine Liste von 20 Taxiunternehmen rausgesucht, die ich alle anrufen wollte. Angefangen habe ich bei den großen mit mehr als 200 Fahrzeugen. Und nach den ersten Anrufen stieg der Puls noch weiter, da die Leute am Telefon mich schon fast ausgelacht haben und meinten sie könnten mir in der Mittagszeit wieder ein freies Taxi anbieten. Nach 5 Versuchen bin ich dann auf die Idee gekommen im benachbarten Krankenhaus anzurufen, da die ein paar ihrer Krankentransportwagen manchmal als private Taxen einsetzen. Und siehe da, die konnten mir ein Taxi innerhalb von 15 Minuten anbieten. Also schnell fertig gemacht so gut wie nix gefrühstückt und runter zur Straße. Zu dem Zeitpunkt war ich immernoch super nervös, da ich ja vor allem bei der Wohnungssuche bemerkt habe wie unzuverlässig manche hier sind. Aber das Taxi stand dort schon und wartete, also alles gut.

Wir sind dann relativ schnell in einem Behindertentransporter für 22 Pfund zum Flughafen gebracht worden und ich habe danach noch einmal ein Taxi zurück zur Arbeit genommen. Der Spaß war zwar teuer, aber es gab einfach keine andere Möglichkeit…

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