To be a foreigner…

Welche Sprache wird in einer deutsch-schwedischen WG Abends am wenigsten gesprochen? Klar englisch. Warum? Weil beide vorm Laptop sitzen und skypen. Ist schon irgendwie komisch, dass in einer WG in London man Abends mehr deutsch und schwedisch hört als englisch.

Auch sonst war das heute irgendwie ein Tag, wo man gut erkennen kann wie international London ist. Wie ich gestern schon gesagt habe, gab es heute ja ein Tube-Streik, das heißt, dass die U-Bahn nur sehr eingeschränkt gefahren ist. Ich habe davon zum Glück kaum was mitbekommen, da ich ja recht weit außerhalb nur mit einer Buslinie fahren muss, um zur Arbeit zu kommen. In der Innenstadt gab es angeblich aber ein ziemliches Chaos, da viele auf Autos und Busse umgestiegen sind, die dann die Straßen völlig verstopft haben. Auf jeden Fall ist mir heute in dem üblicherweise sehr vollen Bus mal wieder aufgefallen, wie viele Nicht-Engländer hier in London unterwegs sind. Man hört andauernd irgendwelche anderen Sprachen. Und als ich heute Nachmittag durch einen unsere großen Call Center Räume bei arvato UK gegangen bin hörte ich neben italienisch und spanisch wieder ein paar deutsche Wörter. Ich bin dann gleich zu dem deutschen Team, die für einen Automobilhersteller Lead-Generierung in Deutschland machen um zu fragen, was die Leute hier nach London verschlagen hat. Abgesehen davon, dass es ganz verschiedene Gründe gab, waren alle sehr nett und hilfsbereit. Ausländer unter sich fühlen sich doch irgendwie miteinander verbunden, so teilt man doch meist die gleichen Probleme und Sorgen.

Neben den ganzen üblichen Problemen rund um Konto, Handy und Makler ist der Start hier in London schon wirklich gut gelaufen für mich. Ich habe eine ordentliche Wohnung, wo ich es eine Weile gut aushalten kann. Der Job läuft auch wirklich gut an und vor allem wird da in der nächsten Zeit keine Langeweile aufkommen. Aber eines habe ich gelernt, wenn man auswandert, dann ist man zwangsläufig auf die Hilfe von anderen angewiesen egal ob das Holländer (Cheffin + Arbeitskollege), Schweden (Mitbewohner), Italiener (Arbeitskollege + Ladenbesitzer), Inder (Arbeitskollegen + Bankfrau) oder Engländer (Arbeitskollegen) sind….

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2 Antworten zu To be a foreigner…

  1. Jay schreibt:

    Woher genau aus Schweden kommt Martin eigentlich?

  2. eric schreibt:

    Er kommt aus einer Stadt namens Lund, das dürfte dem ein oder anderen ein Begriff sein 🙂

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